Donnerstag, 5. Juli 2018

Politische Korrektheit



Sollten wir als nächste anfordern „The White House“ umzubenennen?
Happy Christmas wurden bereits durch Happy Holidays ersetzt. Donald Trump sagte in Dezember 2017, “Ich habe es in Ordnung gemacht wieder Happy Christmas zu sagen.“
  
Politische Korrektheit ist die Idee, dass jeder darauf achten muss, eine neutrale Sprache zu verwenden oder sich so zu verhalten, um der Vermeidung eine bestimmte Gruppe von Menschen zu marginalisieren oder beleidigen.
Ist der Gebrauch von Politisch Korrektheit heute weit übertrieben? Wissen wir was wir noch denken oder sogar sagen dürfen ohne als zum Beispiel al Rassist zu Unrecht beschimpf zu werden oder jemanden verärgern?
„Politisch korrekt zu sein, bedeutet sich ständig zu entschuldigen.“
Unsere Verfassung garantiert jedem Bürger, seine Meinung ob es in Wort, Schrift und Bild frei äußern zu dürfen, schließlich heißt es im Artikel 5, Absatz III des Grundgesetzes: „Eine Zensur findet nicht statt.“ Doch warum lassen sich die Menschen eigentlich all diese gedankliche Bevormundung gefallen?
Natürlich müssen wir vorsichtig sein, was wir sagen, um die Leute nicht zu beleidigen. Denn politisch korrekt zu sein, bedeutet auch: Chinesische Menschen nicht als Schlitzaugen zu bezeichnen, wie EU-Kommissar Günther Oettinger es getan hat. Weil das ein Schimpfwort ist, von dem sich Chinesen herabgewürdigt fühlen, oder wie Alexander Gauland den Fußballer Jérôme Boateng nicht neben sich als Nachbar haben will.
Aber, wir sind durchaus über Bord gegangen mit Politische Korrektheit, aber wenn wir es in Frage stelle bekommt unserem Gedankengut dargestellt als Populistisch oder sogar rechtsradikale wie es viele Leute es gerne sieht und selbst nicht wissen wann Sie den Schlussstrich zieht müssen und so um die wenigen zu befriedigen, wird die Mehrheit ignoriert. Es sind Leute wie die, die unsere Gesellschaft gefährden.
Es muss aber klar sein das nicht jedem, der gerne Fleisch isst, ist Tierschutz egal!
Es gibt Bedenken bezüglich zu viel politischer Korrektheit in der Gesellschaft. Der Medientheoretiker Norbert Bolz sagte: Seit Jahrzehnten dominierten die Linksintellektuellen den Diskurs, sie hätten „das ausgeprägt, was wir Political Correctness nennen“.
Unter dem Einfluss von Political Correctness und Tabus entstand in der Bundesrepublik ein alternativloses politisches und intellektuelles Klima, das der Philosoph Peter Sloterdijk folgendermaßen beschreibt: „Ob einer sich zur Sozialdemokratie bekennt oder nicht, spielt schon längst keine Rolle mehr, weil es Nicht-Sozialdemokraten bei uns gar nicht geben kann, die Gesellschaft ist per se strukturell sozialdemokratisch, und wer es nicht ist, der ist entweder im Irrenhaus oder im Ausland. Es gibt keine ernsthafte Alternative dazu.“
Politische Korrektheit hat sich über den gesunden Menschenverstand gestellt. Es wird versucht allen recht zu machen, wenn es nicht möglich ist oder überhaupt nötig ist. Alles was zum gesunder Menschenverstand gehört wird einfach über Bord geworfen.
Hier sind einige Beispiele aus Deutschland, Großbritannien und USA, von Menschen, die darauf achten, die Sprache nicht so zu benutzen, dass sie eine bestimmte Gruppe von Menschen beleidigt. Wer sind diese Menschen? Es sind Politiker und Pädagogen, Sozialarbeiter und Publizisten, Feministen und Akademiker (die sich mit postmodernen Disziplinen wie Identitäts-, Gender- und Drittwelt-Studien beschäftigen), Gewerkschafter und Theologen, Parteiprogrammatiker und Beauftragte aller Art, die als Anwälte von Frauen und Minderheiten agieren.

Deutschland:
Ein neues Kurzwort wurde Hinzugefugt in der Sprache von dem Schul-und Behördenkreisen. Das Kurzwort ist „SuS“ und wird sowohl schriftlich als auch mündlich benutzt. Es ist die Bezeichnung für „Schülerinnen und Schüler“. Früher waren wir zufrieden mit dem Wort „Schüler“, um die Gesamtheit der Personen zu bezeichnen, aber jetzt nicht mehr!
Wer hat das damals gedacht das die Durchsage „Wegen eines Feueralarms werden alle Schüler gebeten, sich sofort auf den Schulhof zu begeben“ gelte nur für die Jungs? Irgendwann jedoch stellte eine besorgte neutrale Person oder Personen fest, dass die Mädchen (wenn ich das so schreiben darf) bei dieser Durchsage nicht galten. Also sagte und schrieb man ab jetzt emsig „Schülerinnen und Schüler“.
Aber auch Dinge dürfen nicht mehr so heißen, wie sie hießen. „Negerkuss” oder „Mohrenkopf“ gehen beide nicht mehr!  Aber wenn etwas getürkt wird ist das bisher ok.  Der Zigeunerschnitzel Tage sind bestimmt gezählt.
Apropos, Zigeuner! Hießen sie vorübergehend „Sinti und Roma“, aber auch hier können wir das nicht so lassen. In unserer wundervollen Bürokratendeutsch ist das alles abgekürzt als „MEM“. Das steht für „Mobile ethnische Minderheiten“. Auch wenn die Zigeuner wahrscheinlich das ganz anders sehen. Wie lange wird es dauern, bis eine besorgte Person meinen wir sollten „gelben Sack“ abschaffen falls einem alten Chinesen sich beleidigt füllt?
Nun müssen wir mit „geschlechter- und diversitätsgerechtes Schreiben beschäftigen? Völlig korrekt ist ja angeblich z.B. „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“. Als Kurzform wurde bislang die Binnen-S-Lösung akzeptiert: „MitarbeiterInnen“. Heute jedoch geht das anders, damit wir nicht diskriminieren alle diejenigen die nicht wissen, ob sie Männlein oder Weiblein sind benutzen wir die Unterstrich-Lösung: „Mitarbeiter_innen“ wegen Transgender. 
Auch Umformulierungen werden empfohlen, wie z.B. „ärztlicher Rat“ statt „Rat des Arztes“. Vielleicht müssen wir uns demnächst daran gewöhnen, wenn wir hören:
„Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihre Ärztin oder ihren Arzt oder ihre Apothekerin oder ihren Apotheker.“

USA:
Beginnen wir mit die „Gründerväter“. Ob Sie es glauben oder nicht, dieses Wort gilt als sexistisch und wurde durch „Gründer” (Founders) ersetzt.  Das es damals keine weiblichen Führerinnen in den USA gab spielt, dass keine Rolle. Es war nun so einmal.
Natürlich war klassische Literatur nicht sicher von politisch Korrektheit sicher. In amerikanischen Schulen wird Mark Twains Roman „Huckleberry Finn“ nicht mehr behandelt. Zum Rettung, ein Literaturwissenschaftler aus Alabama hat eine bereinigte Fassung des Romans erstellt, in der alle „Negros“ und „Nigger“ gestrichen waren. Wenn Huckleberry Finn „Sklave“ statt „Neger“ sagt, wird die Geschichte von der Zeit getrennt, in der sie spielt. Seit ich denken kann, war für mich das Wort „Nigger“ ein Schimpfwort und abwertenden, jedoch ich gehöre zu den Generationen das „Negro“ kein Schimpfwort war, sondern eine wertneutrale Bezeichnung von Rassen, später kam Farbige (colored) dann Schwarze (black) als Bezeichnung.  Soll das heißen das ich und Millionen von Leute wie ich Rassistisch waren, nein natürlich nicht, wie bei Huckleberry Finn, so sah nun damals der Welt aus. Sollte man Literatur nicht ohnehin immer stets im Kontext der Zeit betrachten, in der sie entstanden ist? 
Kann es das Ziel sein das Schüler sollen nicht mehr anschaulich erfahren, wie die Welt aussah, als sie noch nicht den Regeln der Political Correctness folgte?  Sollten man einfachaltes Liedgut wie „Zehn kleine Negerlein“ oder Literatur wie „Tom Sawyer“ einfach umschreiben? War es rassistisch? Oder waren sie schlicht zeitgemäß? Müssen wir auch alle Bücher mit dem Begriff „Rothaut“ durch „Indianer“ ersetzen? Es hat auch Pippi Langstrumpf erwischt, („Negerkönig“) ist seit 2009 bereits zensiert.  Wenn wir dabei sind, müsste man nicht auch alle Hakenkreuze aus den Geschichtsbüchern entfernen?
Ist nicht Weinachten einen Teil unsere Kultur? Es ist durchaus korrekt Frohe Weihnachten zu sagen. Ich glaube nicht die Muslimen, Juden und andere nicht christlichen Gemeinde in überwiegend christliches Länder was dagegen haben. Fragen Sie einfach die Leute in deine Gegend ob die verärgert sind, wenn sie „Frohe Weihnachten“ höre, oder lesen. Ich kenne persönlich keine einzige, und Sie?

Großbritannien:

Schulen lassen die Begriffe “BC” (Before Christ – Vor Christus) und “AD” (Anno Domini – Nach Christus) im Religionsunterricht fallen, um zu vermeiden, Nichtchristen zu beleidigen.
In einigen Bildungseinrichtungen wurden BC und AD durch die Begriffe BCE (Before Common Era - Vor der gemeinsamen Ära) und CE (Common Era – gemeinsamen Ära) ersetzt. Der ehemalige Erzbischof von Canterbury, Lord Carey, bezeichnete das Urteil der Religionsausbildungsausschüsse als "große Schande". Er sagte, dass er "nie einen Muslim oder jüdischen Führer getroffen hat, der durch den gregorianischen Kalender beleidigt ist". Der Stellvertretender Generalsekretär der Muslimrat von Großbritannien Imam Ibrahim Mogra sagte: "Ich glaube nicht, dass es Muslime beleidigt".
Ein Sprecher des Vorstands der britischen Juden sagte: "Ich glaube nicht, dass es irgendjemanden etwas ausmachen würde, wenn sie in den Schulen BC und AD benutzen."
Katholische Schulen in England und Wales sollen die Begriffe "Mutter" und "Vater" von ihrer Aufnahme entfernen, weil sie befürchten, dass die Wörter Familien mit Schwulen oder Stiefeltern diskriminieren könnten Aber nach einer Beschwerde von einem Elternteil wurde die Schule an den Schulen Schiedsgutachter verwiesen, weil die Begriffe "getrennte, Stiefeltern und schwule Eltern" diskriminierten.
Das Twitter-Proletariat wird ermutigt, jegliche wahrgenommenen Hemmungen von Rassismus, Islamismus, Chauvinismus, Sexismus, Geschlechtismus, Klassizismus, Antisemitismus und was auch immer der andere - ismus sein mag, zum Geschmack der Woche zu machen.
Im Jahr 2014 war die politische Korrektheit nicht mehr nur unkonventionell und ermüdend. Es wurde größer als darauf bestanden, dass "Lebkuchenmänner" "Lebkuchenleute" genannt werden.
Transgender noch einmal:
Ein weiterer Edelstein. Der Satz "Ladies and Gentleman" soll aus Ankündigungen auf der London Tube gestrichen werden, um sie geschlechtsneutral zu bleiben. Die Mitarbeiter der Londoner U-Bahn sollen stattdessen Grüße wie "Guten Morgen alle" verwenden, um sicherzustellen, dass sich alle Passagiere "willkommen" fühlen.
John Lewis ist eine Kette von Läden im gesamten Vereinigten Königreich. John Lewis hat als erster britischer Einzelhändel Geschlecht-Labels aus seiner Kinderkleidung entfernt. Die Kaufhauskette hat nicht nur „Mädchen“ und „Jungen“ Etiketten aus den Kleidern entfernt, sondern auch die einzelnen Bereiche in den Geschäften beseitig.
John Lewis Eigenmarke Kinder Kleidung wird jetzt einfach sagen "Girls & Boys" oder "Boys & Girls." Schuluniform ist die einzige Art von Kleidung, die noch nicht gewechselt wurde, aber es wird bald tun. Der Kleidungsstil hat sich nicht geändert - Sie werden immer noch Blumenkleider und Röcke finden, aber der Händler beweist einfach, dass sie sowohl von Mädchen als auch Jungen getragen werden können. Sie haben auch eine neue Unisex-Bekleidungslinie für Kinder vorgestellt, mit Dinosaurier-Print-Kleidern und Raumschiff-Tops. Viele andere Einzelhändler wurden in der Vergangenheit wegen ihrer sexistischen Kleidung gescholten.
Was politische Korrektheit getan hat, hat Schriftsteller, Komödianten, Künstler und Politkern Angst gemacht um bestimmte Themen anzusprechen Ihre einzigartigen Standpunkte und Stimmen schweigt. Es hat Lehrer (dabei sind auch Lehrerin gemeint!) dazu gebracht, ihre Schüler herauszufordern, aus Angst ihren Arbeitsplatz zu verlieren; es verursacht die Denker - die am beschäftigt sind mit dem Gedanken damit Leute zu beleidigen, aufhören zu reden, und die Unwissenden und Hasserfüllten. werden lauter. Es begrenzt intellektuelle Diskussionen und Gedanken.
Worüber ich schreibe, ist die Lähmung, die wir jetzt fühlen, weil wir Angst haben zu beleidigen. Wir können nicht mehr über aktuelle Ereignisse, Politik, Rasse, Religion oder Sexualität sprechen, ohne davor Angst zu haben, falsch interpretiert oder als unwissend oder unsensibel erklärt zu werden.
Alles in allem können wir feststellen das Politisch korrekt zu sein, bedeutet noch lange nicht, korrekt zu sein!
====================================================================

Follow by Email